Biketreff

Seit dem 19.11.2008 sind auch die Biker hier aktiv vertreten!

11.1.12 Das zweite Mal

Ok, die Jungs waren in Ordnung und ich meine das eigentlich ernst mit dem MTB. Allerdings habe ich keins…

 

Egal, ich fahre wieder hin und nehme mein Navi mit, damit ich mich ausklinken kann, wenn es zu viel wird. Dann brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben, dass alle auf mich warten müssen. Diesmal nehme ich das hochwertige Tourenrad meiner Frau. Es ist auch weniger Wind heute. Auf jeden Fall läuft es diesmal besser für mich. Heute erbarmt sich Michael Glaremin und begleitet mich ein großes Stück der Tour. Wir tauschen uns kurz über unsere Jobs, das Zugezogensein und natürlich Bikes aus. Er rät mir zu Kombi-Pedalen, damit ich sogenannte Cleats nutzen kann.

Sicherlich fahren alle etwas „kürzer“ (langsamer heißt in der Fachsprache kürzer, dass habe ich schnell gelernt) aber ich komme ganz anders zu Hause an, als das letzte Mal. Diesmal glaube ich, dass ich das künftig überleben könnte. Es fühlt sich gut an, zumindest wieder mitgefahren zu sein. Diesmal hat mir Ludger eine Signalweste mitgebracht mit den Aufdruck des Vereins und des Sponsors Martin Schultewolter. Der Junge in mir ist mächtig stolz, die anziehen zu dürfen.

Mittlerweile schaue ich nach Bikes und Zubehör. Ich finde eines, was mir unheimlich gut gefällt. Ein 29er von Rose. Ob ich die richtige Wahl getroffen habe,  wird sich erst später herausstellen. Ach ja, Lampen. Mein Gott gibt es gute und teure Lampen für Fahrräder….. Solche Dinger haben die Jungs vom Biketreff auch dran. Überhaupt ist es eine wahre Freude, Testberichte, Bikes und Material im Internet zu recherchieren. Über eine Stunde suche ich nach der für mich optimalen Taschenlampe, die ich auch am Rad anbringen könnte. Allein schon die Suche nach dem Gerät mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ist genauso entspannend, wie das ziellose Umherlaufen im Baumarkt.  Was man damit alles machen kann… Ich vermute, dass das die Frauen am Shopping so reizt. Naja, erstmal abwarten. Am Samstag geht es nach Bocholt, um das Bike zu bestellen. …. Fortsetzung folgt.

Weihnachten 2011
Ich gehe mit meiner Familie um den Hubertusplatz spazieren. Ich mag den Wald aus ganz verschiedenen Gründen, vor allem, weil er mich eins sein lässt, mit dem, was ich mal spröde Umwelt nenne.
Ich sehe eine Gruppe Mountainbiker in Grün-Weiß. Mountainbike! Sport! Das habe ich das letzte Mal mit 18 gemacht, das war vor 16 Jahren. Gerne möchte ich mit Leuten aus meiner Umgebung etwas zu tun haben und eben auch Mountainbike fahren. Ich lebe nun seit 6 Jahren in Velen-Ramsdorf und kenne eigentlich niemanden. Schützenverein ist nicht mein Ding. Damit hätte ich wahrscheinlich aufwachsen müssen. Als Berliner bin ich mit echten amerikanischen Panzern und Gewehren aufgewachsen und mit russischen auf der anderen Seite –von meinem Elternhaus zum Todesstreifen waren es etwa 2 km. Alkoholisierte Menschen mit Holzgewehren irritieren mich. Allerdings finde ich es hervorragend, Traditionen zu bewahren. Wer hier groß geworden ist, sollte im Schützenverein sein. Vielleicht packt es mich nochmal, zumindest war ich noch nie so betrunken wie beim Schützenfest – es war die Bowle.
Fußballspielen kann ich auch nicht – wieder eine Anschlussmöglichkeit weniger. Der Entschluss ist gefasst: die Jungs versuche ich zu kontaktieren. Hier im Wald geht das nicht, die sind etwas zu weit und vor allem schnell weg.
Einige Tage später kommen mir wieder die Menschen in Grün-Weiß in den Sinn, also google ich. „Mountainbike“ und „Velen“ bringen sofort das Ergebnis. Da sind die Trikots auf dem Foto. Ein Forum haben die auch. Mal reinschreiben, ob die wirklich an Neuen interessiert sind oder das nur pro forma da steht. Hier in der Gegend habe ich bisher gelernt, dass Neues und Zugezogene eher mit sehr viel Abstand betrachtet werden.
Tatsächlich bekomme ich über das Forum eine Antwort von Ludger Tempelmann, der offensichtlich den Hut diesbezüglich auf hat. Kurz darauf telefonieren wir und mir werden der Verein, seine Geschichte, die Mitgliederzusammensetzung und die sportlichen Aktivitäten vorgestellt. Herr Tempelmann klingt dabei sehr freundlich und professionell. In Berlin wäre ich jetzt zu meiner Person befragt worden, hier ist das anders. Meine Frau sagt, dass die Leute hier nicht gerne neugierig wirken wollen. Mir ist das alles recht. Wir verabreden uns für kommenden Mittwoch. Da darf ich mal mitfahren.

4.1.12 Das erste Mal
Pünktlich erscheine ich am Treffpunkt. Nieselregen und starker Wind – warum mache ich das? Es finden sich gut 10 weitere Personen ein, die alle absolut top ausgerüstet sind. Nicht nur dass sie Trikots tragen – die Bekleidung und vor allem die Bikes sind top. Alles gute, schnelle Bikes, die recht teuer aussehen. Ich habe mein Aldi-Alltagsrad mit Nabendynamo und Korb unter dem Hintern. Das war wahrscheinlich so teuer wie das Vorderrad meines Nebenmanns, oder seine Lampe. Diese Lampen! Die sind ja unglaublich hell! Wenn die Männer und die eine Dame so schnell fahren, wie sie aussehen, dann kann ich einfach hier stehen bleiben – warum mache ich das? Es geht los. Tempo ist in Ordnung, vor allem im Windschatten und bei Rückenwind. Alles andere ist von Anfang an schon recht beschwerlich. Ludger gesellt sich zu mir – schnell wird klar, das Duzen angesagt ist. Überhaupt weicht Ludger den Weg kaum von meiner Seite und ich bin ihm sehr dankbar dafür. Ohne seine Gesellschaft hätte ich mich die ganze Zeit gefragt: warum mache ich das?
Wind! Die letzte halbe Stunde kämpfe ich ordentlich. Die ganze Crew fährt meinetwegen bereits gemäßigtes Tempo. Wir fahren über eine Brücke, es geht bergauf. Jetzt ziehen hier alle ganz locker hoch – wie machen die das? Tatsächlich sind diese Biker alle so schnell, wie sie aussehen. Wie alt sind die eigentlich? Man kann das in der Dunkelheit plus Regen plus Helm und Kälteschutz ganz schlecht ermitteln.
Ich kann nicht mehr. Mit letzter Kraft komme ich dann auch wieder an der Tennishalle in Velen an. Auf die Frage: „Na, ging doch, oder?“ versuche ich mich so zu äußern, dass ich das nächste Mal wieder mitkommen kann. Eigentlich bin ich total platt. Was ich mich außerdem schon die ganze Zeit fragte ist, warum einer der Fahrer bei dem Wetter keine Schutzbleche aufgesteckt hatte. Ich habe Ludger gefragt, der mir versprach an der Tennishalle den Marcus danach zu fragen. Das tut er dann auch: „Ey Marcus, der Mark will wissen, warum du keine Schutzbleche hast!“ Laut und deutlich höre ich: „Weil ich keine pussy bin!!“
Ok, ich habe Schutzbleche, einen Gepäckträger, Fahrradständer und einen Einkaufskorb. Was bin ich wohl in Marcus‘ Augen? Warum mache ich das hier?
Die Verabschiedung ist kurz und ein Biker erklärt sich bereit, mich nach Hause zu bringen. Das ist sehr nett. Vielleicht hatte er schon gesehen, dass ich fast vom Rad falle. Auf dem Weg zu Dorenfeld dann wieder Gegenwind und ein Begleiter, der sein Geld auch als Motivationscoach verdienen könnte. Es ist Bernhard Lammering. Ich kämpfe die letzten Meter alleine gegen den Wind nach Hause und bin absolut am Ende. Ich spüre meine Arme nicht mehr. Die Beine sind schwer wie Blei, ich hechele nur noch. Völlig übersäuert! Warum habe ich das gemacht? Aber ich bin angekommen! Danke an die rücksichtsvollen Biker. Fazit des Tages: Da brauche ich nie wieder aufzutauchen, da mach ich mich kaputt und die langweilen sich…. Fortsetzung folgt.

Gruß Mark

Obwohl es kalt, nass und vor allen Dingen dunkel geworden ist, lassen sich die Biker nicht davon abhalten, ihr Training fortzusetzen. Auf Initiative von Bernhard, der zur Nachtfahrt zur üblichen Trainingszeit am Mittwoch um 18:30 Uhr eingeladen hat, treffen sich zurzeit um die 10 Biker mit Touren-, Trecking- oder Mountainbikes zur gemeinsamen Ausfahrt. Es wird im gemäßigten Tempo um die 20 km max. 2 Stunden gefahren.

Es ist schon eine besondere Erfahrung, die eigentliche bekannte Umgebung, bei Nacht zu erleben und plötzlich nicht mehr zu wissen wo man ist und sich per Navi nach Hause führen lassen muss. So ist es uns in der letzten Woche ergangen.



erst einmal möchte ich mich bei euch bedanken. Ohne eure Unterstützung beim wöchendlichen Training hätte ich den Giro nicht so geschafft.

Ich bin im Juli 2011 mit dem Rennradfahren und dem Training beim Biketreff gestartet.

Wenn aus Fremden Freunde werden: Hiermit meine ich den Bollengraben. Als wir das erste Mal gemeinsam diesen Berg erklommen haben, habe ich gedacht, ich müsse sterben. Gott sei dank habt ihr immer auf mich gewartet. Heute fahre ich diesen Berg auch fünfmal hintereinander hoch. Dies war auch wichtig für den Giro. Teutoburger Wald, na und!!

So ein Jedermannrennen ist echt ein tolles Event. Abends mit der Planung beginnen. Was esse ich, wie lange muss ich schlafen? Wobei das Schlafen kein Problem ist, wenn man einen 13 Monate alten Sohn hat. In Münster angekommen, merkt man richtig, dass eine Menge Adrinalin in der Luft liegt. Wir sind um 8.30 Uhr gestartet. OK, wir haben unseren Startblock verpasst. Nicht schlimm, einfach in den nächsten und ab ging die Post. Es war sehr nebelig und trotzdem liefen die ersten 49 km gut. Kurz vor dem Berganstieg habe ich mir dann einen Plattfuss eingefangen. 100 kg und Kopfsteinplaster, kein Wunder, dass der Reifen da Luft verliert. Danach ging es ohne Gruppe weiter. Ich bin also die restlichen ca. 60 km alleine gegen den inneren Schweinehund und gegen den Wind gefahren. Da ich vorher noch nie 110 km am Stück gefahren, bin war das eine große Herausforderung. Aber auch diese habe ich geschafft.

Als ich das Ziel vor Augen hatte und dann noch die Anderen vom Biketreff gesehen habe, ist mir mehr als ein Stein vom Herzen gefallen. Und das Schöne war, mir ging´s super.

Nächstes Jahr zählt nur die Nummer 1. Ok, Ok, war nur ein Spaß.

Vielen, vielen Dank für die Trainingskilometer.

   
Fotos: Sportograf.com

Zu den Fotos:

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