Biketreff

Seit dem 19.11.2008 sind auch die Biker hier aktiv vertreten!

Samstag 4.2.12

Heute das erste Mal mit Klickpedalen im Gelände und Wolle nimmt uns richtig ran. Es wird keine Abfahrt, kein Trail, kein Anstieg und keine Treppe rund um den Lünsberg/Fliegerberg ausgelassen. Von Martin werde ich gelobt und das tut richtig gut! Danke.

Die Füße sind wieder sehr kalt und bleiben es bis zum Schluss.

Mit den Cleats ist das nicht ganz so einfach, weil ich mir immer erstmal die Kombipedale zurechtfummeln muss, bevor ich mich einklicken kann.

Die Abfahrten sind wirklich tricky! Ein wenig Angst habe ich an der einen oder anderen Stelle, weil mir noch das Körper/Bike-Gefühl fehlt. Wolfgang ruft immer wieder "Hintern nach hinten, Hintern nach hinten!" und hat vollkommen recht damit. Angeblich kann ich soweit nach hinten, dass der Bauch auf dem Sattel liegt. OK, leichter gesagt als getan, denn ich bin mir noch nicht sicher, ab wann das Hinterrad in den Privatbereich vordringt ... Finde ich raus.

Eine echt schwierige Abfahrt meister ich langsam aber technisch ok. Etwas Adrenalin fließt, so muss dass sein!

Unten angekommen: Entspannung, Konzentrationsschwund für eine Sekunde und eine ganz leichte Unebenheit im Boden lässt das Vorderrad zur Seite gleiten. Da liegt er wieder, der Neuzugang.

Fazit des Tages: Genau mein Ding! Wolle macht einen hervorragenden Job, Kombipedalen nerven im Gelände, ich muss noch sehr viel lernen.

Sonstiges: Ich habe nun endlich eine Lampe aus HongKong bestellt, beidseitige Klickis gekauft und nach dem Hinweis eines Kameraden Alufolie in meine Schuhe getan. Zum Glück hat das keiner gesehen, ich glaube meine Familie hätte mich für komplett durchgeknallt gehalten.

Schlechte Neuigkeiten: Ich habe ziemlich unvorhergesehen einen neuen Job bekommen und werde extrem viel unterwegs sein. Das bedeutet, dass ich Mittwochs kaum noch mitfahren kann und Samstags definitiv der Familie Priorität einräumen werde. Es könnte sein, dass ich mich dann nur noch sehr selten blicken lasse. Für mich ist das richtig scheiße. Denn ich fühle mich mit dem Sport und Euch vom Biketreff wirklich wohl und hatte die Absicht, das ernsthaft und langfristig durchzuziehen. Erst die Zukunft wird zeigen, inwiefern MTB-Fahren weiterhin gelebt werden kann. Zum Winterfest komme ich und auch zum Technik-Training, denn meine Lust ist ungebrochen.

Saukalt! Zum ersten Mal vermumme ich mich ähnlich der Kollegen. Ein Helmunterzug aus alten Zeiten erfüllt pflichtbewusst seinen Dienst. Sieben Männer haben sich heute eingefunden, um der Eiseskälte zu trotzen. Es geht gleich los und es bleibt auch eine zügige Fahrt. Den Großteil der Strecke habe ich nicht die leiseste Ahnung wo ich bin. Ach ja, das sieht hier aus wie Marbeck – das wars dann auch. Wir frieren um die Wette. Hände und Füße schmerzen aufgrund der gefühlten -20°C. Unsere Getränke sind nach gut 30min gefroren. Mal wieder habe ich nicht vorgedacht, denn zwischendurch kaufte ich mir MTB Schuhe mit Cleats. Es sind Sommerschuhe aus dem Ausverkauf und entsprechend nicht isoliert. Überschuhe waren mir zu teuer – selber schuld – aber jetzt auch im erlauchten Kreis derer, die diesen merkwürdigen Gang haben, wenn sie vom Rad steigen und deren Schuhe so klingen, als wären es kaputte Steppschuhe ohne Stepper darin.

 

Schon wieder habe ich Glück und nach einer guten Stunde sind alle Gliedmaßen bis in die Spitzen wohl temperiert. Anderen geht es anders. In einem Waldstück hat ein Kamerad eine Panne und Bernhard ist sofort hilfreich zur Stelle. Die Galionsfigur und wackere Windschattenspender L.B. steht daneben und mahnt zur Eile – er friere ja so. L,’s „Attacke“ ertönt und markiert akustisch die weiterfahrt.

Immer wieder muss ich mich daran erinnern, dass ich ja nun nicht nur treten, sondern auch ziehen kann. Tolle Sache diese „Cleats“ bzw. „Klick“-Pedalen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten die beiden Wörter nicht zu vermischen und damit ein Wort zu bilden, was absolut nichts mit Fahrrädern zu tun hat…. (Freud?)

Dirk geht es gegenteilig. Er muss sich daran erinnern, dass er nicht ziehen kann heute – ich stelle mir vor, wie das aussieht, wenn man das vergisst…

Endlich wieder an der Tennishalle: 45 km durch die Kälte – Kerle.

 

Fazit des Tages: Kälte macht Kerle und solche die es werden wollen. Hilfsbereitschaft ist der beste Begleiter bei einer Panne.

 

28.1.12 Der erste Samstag.

 

Ich habe mein nagelneues 29er unter dem Hintern – zum ersten Mal jenseits unseres Hofes. Damit soll es mit den Jungs vom Biketreff heute gleich ins Gelände gehen. Wie per Mail angekündigt, leitet Wolle die B-Gruppe. Die gibt es, seit in letzter Zeit Menschen wie ich auch MTB fahren wollen. Es ist ein herrlicher Tag, wenig Wind, Sonnenschein und etwa 5 Grad.

 

Es geht los und recht bald sind wir dann auch schon auf dem ersten Feldweg – Gelände – meine riesigen Stollenreifen erhalten erstmals ihre Existenzberechtigung. Recht bald sind wir dann auch schon im Wald um Reken und Wolle lässt an der einen oder anderen Stelle ausgesprochen hilfreiche Tipps zur Fahrposition und Technik einfließen. So lerne ich, dass ich mein „Cockpit“ (ein lustiger Begriff dafür, zumindest für einen, der schon mal in einem richtigen Cockpit saß und die erschlagende Menge von Instrumenten und Knöpfen gesehen hat) umbauen sollte damit ich künftig mit nur einem Finger Bremsen kann und die anderen den Lenker fest umschließen.

Jetzt geht es richtig ins Gelände. Singletrail ist angesagt.

Mit meinem Bike bin ich offensichtlich noch nicht ausreichende vertraut. Besonders deutlich wird das etwa 5 Sekunden, nach dem ich wirklich begeistert von der genialen Abfahrt laut sage: „Genau so habe ich mir das immer vorgestellt!“ - Das Vorderrad kontaktiert an etwa 15cm hohen Trailrand, ich bremse viel zu stark uns steige im Bruchteil einer Sekunde über den Vorderlenker schräg nach vorne ab und lande auf dem Rand des Trail, im Gesicht ein Dorn. Mein Hintermann reagiert unheimlich schnell und stoppt die nachfolgenden Fahrer. Nach gefühlten 5 Sekunden stehe ich schon wieder und schwinge mich auf mein Rad. Die Pumpe geht, Adrenalin im Blut – nichts passiert. Glück gehabt.

Es geht weiter durch den Wald und mir gefällt das alles ganz hervorragend. Allerdings bin ich nach dem Sturz noch vorsichtiger als vorher. Nette Leute hier übrigens. Auch andere Anfänger mit Hightech unter sich sind dabei. Eine Reifenpanne sorgt für eine Pause, die einige von uns nutzen, um mal zu üben, wie man das Vorderrad elegant über ein Hindernis hebt. Ich stelle mich mit dem Rad link an. Früher – vor 16 Jahren- wäre ich mit „nem Bunny“ rübergeflogen und jetzt kriege ich nicht mal das Vorderrad hoch…. Jaja, das Alter.

 

Es geht zurück und für mich war das genau richtig – Herzlichen Dank an Wolle.

Fazit: Andere fallen auch vom Rad und ich muss meines noch viel besser kennen lernen. Im Gelände zu fahren gefällt mir genauso gut, wie ich es erhofft hatte. Schön, dass jemand wie Wolle die B-Gruppe führt.

Mark

19.1.12 Versammlung der Biker bei Rappers

Ich komme aus beruflichen Gründen etwas zu spät. Ludger hat gerade begonnen und gibt den Jahresrückblick. Das ist also Ludger, so sieht der aus. Denn heute Abend ist es hell und die Anwesenden sind nicht vermummt. Viele neue Gesichter. Alles durchtrainierte Leute, nirgends ein Bierbauch. Wer kommt denn da rein, denkt sich vielleicht der eine oder andere, den haben wir noch nie gesehen. Ja, Glatze! Der Neue.

Ach und das sind also Michael und Bernhard und Dirk, alle da, mit denen ich bis dahin etwas mehr Kontakt hatte. Und jetzt setzt die Ernüchterung ein: Die Männer sind dem Anschein nach etwas oder auch deutlich älter als ich – und so viel fitter! Ok, Eichberger, nicht runterziehen lassen, nimm es als Motivationsanreiz. Im Laufe des Abends höre ich, was alles geplant ist und hoffe sehr, dass meine Familie da mitspielt… Auf jeden Fall interessante Unternehmungen und Ideen, bei denen ich sehr gerne dabei sein möchte.

 

26.1.12 Bin auf Dienstreise und kann daher nicht mitfahren. Schade, es ist gutes Wetter und ich hänge auf der Autobahn…

 

Mittlerweile habe ich mein Rad bei Rose abgeholt. Zustände wie im realen Sozialismus: Ich muss dankbar sein, wenn ich nach fast zwei Stunden nicht nur mein Fahrrad habe, sondern auch mein Geld loswerden darf. Ätzend!

Ich finde das Dingen richtig schick: ein 29er Hardtail, dass sich in den „black anodized“ Einheitsbrei des Marktes einreiht. Dennoch: Es ist zumindest optisch genau mein Fall. Jetzt muss ich nur noch die Zeit finden, damit auch zu fahren. Eine passende Lampe habe ich noch immer nicht. Zuviel Auswahl! Das unterscheidet dann die Tyrannei der westlichen Möglichkeiten doch wieder vom realen Sozialismus- ist das nun Last oder Lust? Meines Erachtens hängt das von der Tagesform und der Komplexität der sonstigen Aufgaben ab, die einem präsent sind.

Regen – mal viel mal etwas weniger aber durchgehend. Mein bestelltes Bike ist noch nicht geliefert worden. Ich fahre wieder mit dem Rad meiner Frau. Diesmal sind wir sieben Männer. Marcus, die Nicht-Pussy klagt nach kürzester Zeit über ein nasses Hinterteil – warum wohl?

Die Männer fahren wieder „kürzer“ durch den strömenden Regen; somit kann ich auch mithalten. Nach kürzester Zeit ist meine Hose komplett durchnässt und dass Wasser wird von oben und vom Vorderrad in meine Schuhe geschaufelt – auch mit Schutzblech. Marcus nimmt mich heute unter seine Fittiche und sorgt dafür, dass ich rechtzeitig Richtungsänderungen mitbekomme. Wir sind definitiv keine Pussies, zumindest fühlt es sich gut an, dem Regen zu trotzen – endlich mal wieder Kerl sein.

Der Jargon ist angenehm locker, ein passendes Gleichgewicht zum Jargon der Arbeitswelt. Heute fällt die gemeinsame Tour etwas kürzer (Strecke) aus. Die echten Cracks, die immer vorne fahren, haben, glaube ich, gar nicht gemerkt, dass sie gerade etwa 20 km gefahren sind. Auf dem Weg nach Hause begleiten mich wieder Bernhard und auch Dirk. Die beiden wollen noch eine „kleine Runde“ zusätzlich drehen. Aus meinem Mund kommt „Ich komme noch ein Stück mit“. OK, ich kann ja abbrechen, wenn es zu viel wird und durchnässt bin ich sowieso. Wenigstens ist das Wasser in den Schuhen bald angewärmt.

Für meine Verhältnisse wird die kleine Runde verdammt groß.  Ich bin dankbar, dass die beiden mich mitgenommen haben.

Komplett bekleidet gehe unter die Dusche, wasche den Dreck ab und hänge alles zum Trocknen auf. Ich werde gut schlafen. Ein schöner Abend.

 

Fortsetzung folgt.

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