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Samstag 4.2.12

Heute das erste Mal mit Klickpedalen im Gelände und Wolle nimmt uns richtig ran. Es wird keine Abfahrt, kein Trail, kein Anstieg und keine Treppe rund um den Lünsberg/Fliegerberg ausgelassen. Von Martin werde ich gelobt und das tut richtig gut! Danke.

Die Füße sind wieder sehr kalt und bleiben es bis zum Schluss.

Mit den Cleats ist das nicht ganz so einfach, weil ich mir immer erstmal die Kombipedale zurechtfummeln muss, bevor ich mich einklicken kann.

Die Abfahrten sind wirklich tricky! Ein wenig Angst habe ich an der einen oder anderen Stelle, weil mir noch das Körper/Bike-Gefühl fehlt. Wolfgang ruft immer wieder "Hintern nach hinten, Hintern nach hinten!" und hat vollkommen recht damit. Angeblich kann ich soweit nach hinten, dass der Bauch auf dem Sattel liegt. OK, leichter gesagt als getan, denn ich bin mir noch nicht sicher, ab wann das Hinterrad in den Privatbereich vordringt ... Finde ich raus.

Eine echt schwierige Abfahrt meister ich langsam aber technisch ok. Etwas Adrenalin fließt, so muss dass sein!

Unten angekommen: Entspannung, Konzentrationsschwund für eine Sekunde und eine ganz leichte Unebenheit im Boden lässt das Vorderrad zur Seite gleiten. Da liegt er wieder, der Neuzugang.

Fazit des Tages: Genau mein Ding! Wolle macht einen hervorragenden Job, Kombipedalen nerven im Gelände, ich muss noch sehr viel lernen.

Sonstiges: Ich habe nun endlich eine Lampe aus HongKong bestellt, beidseitige Klickis gekauft und nach dem Hinweis eines Kameraden Alufolie in meine Schuhe getan. Zum Glück hat das keiner gesehen, ich glaube meine Familie hätte mich für komplett durchgeknallt gehalten.

Schlechte Neuigkeiten: Ich habe ziemlich unvorhergesehen einen neuen Job bekommen und werde extrem viel unterwegs sein. Das bedeutet, dass ich Mittwochs kaum noch mitfahren kann und Samstags definitiv der Familie Priorität einräumen werde. Es könnte sein, dass ich mich dann nur noch sehr selten blicken lasse. Für mich ist das richtig scheiße. Denn ich fühle mich mit dem Sport und Euch vom Biketreff wirklich wohl und hatte die Absicht, das ernsthaft und langfristig durchzuziehen. Erst die Zukunft wird zeigen, inwiefern MTB-Fahren weiterhin gelebt werden kann. Zum Winterfest komme ich und auch zum Technik-Training, denn meine Lust ist ungebrochen.