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28.1.12 Der erste Samstag.

 

Ich habe mein nagelneues 29er unter dem Hintern – zum ersten Mal jenseits unseres Hofes. Damit soll es mit den Jungs vom Biketreff heute gleich ins Gelände gehen. Wie per Mail angekündigt, leitet Wolle die B-Gruppe. Die gibt es, seit in letzter Zeit Menschen wie ich auch MTB fahren wollen. Es ist ein herrlicher Tag, wenig Wind, Sonnenschein und etwa 5 Grad.

 

Es geht los und recht bald sind wir dann auch schon auf dem ersten Feldweg – Gelände – meine riesigen Stollenreifen erhalten erstmals ihre Existenzberechtigung. Recht bald sind wir dann auch schon im Wald um Reken und Wolle lässt an der einen oder anderen Stelle ausgesprochen hilfreiche Tipps zur Fahrposition und Technik einfließen. So lerne ich, dass ich mein „Cockpit“ (ein lustiger Begriff dafür, zumindest für einen, der schon mal in einem richtigen Cockpit saß und die erschlagende Menge von Instrumenten und Knöpfen gesehen hat) umbauen sollte damit ich künftig mit nur einem Finger Bremsen kann und die anderen den Lenker fest umschließen.

Jetzt geht es richtig ins Gelände. Singletrail ist angesagt.

Mit meinem Bike bin ich offensichtlich noch nicht ausreichende vertraut. Besonders deutlich wird das etwa 5 Sekunden, nach dem ich wirklich begeistert von der genialen Abfahrt laut sage: „Genau so habe ich mir das immer vorgestellt!“ - Das Vorderrad kontaktiert an etwa 15cm hohen Trailrand, ich bremse viel zu stark uns steige im Bruchteil einer Sekunde über den Vorderlenker schräg nach vorne ab und lande auf dem Rand des Trail, im Gesicht ein Dorn. Mein Hintermann reagiert unheimlich schnell und stoppt die nachfolgenden Fahrer. Nach gefühlten 5 Sekunden stehe ich schon wieder und schwinge mich auf mein Rad. Die Pumpe geht, Adrenalin im Blut – nichts passiert. Glück gehabt.

Es geht weiter durch den Wald und mir gefällt das alles ganz hervorragend. Allerdings bin ich nach dem Sturz noch vorsichtiger als vorher. Nette Leute hier übrigens. Auch andere Anfänger mit Hightech unter sich sind dabei. Eine Reifenpanne sorgt für eine Pause, die einige von uns nutzen, um mal zu üben, wie man das Vorderrad elegant über ein Hindernis hebt. Ich stelle mich mit dem Rad link an. Früher – vor 16 Jahren- wäre ich mit „nem Bunny“ rübergeflogen und jetzt kriege ich nicht mal das Vorderrad hoch…. Jaja, das Alter.

 

Es geht zurück und für mich war das genau richtig – Herzlichen Dank an Wolle.

Fazit: Andere fallen auch vom Rad und ich muss meines noch viel besser kennen lernen. Im Gelände zu fahren gefällt mir genauso gut, wie ich es erhofft hatte. Schön, dass jemand wie Wolle die B-Gruppe führt.

Mark