Biketreff

Seit dem 19.11.2008 sind auch die Biker hier aktiv vertreten!
Der Biketreff Velen eröffnet am Sonntag, den 01.04.2012 die neue Rennradsaison. Um 10:00 Uhr starten die Biker an der Tiergartenseite der Tennishalle zur Saisoneröffnungstour.

Da hierbei traditionell mit gemäßigtem Tempo gefahren wird, bietet sich insbesondere auch für Neueinsteiger die optimale Gelegenheit den Spaß beim Fahren in einer größeren Gruppe zu erleben. Es wird eine Strecke von ca. 50 km zurückgelegt.

Ab dem 04.04. treffen sich die Radsportbegeisterten jeweils mittwochs um 18:30 Uhr und sonntags um 9:30 Uhr an der Tiergartenseite der Tennishalle zu gemeinsamen Trainingsausfahrten. Hierbei wird in verschiedenen Leistungsgruppen gefahren.

Für die Teilnehmer der Touren des Biketreff besteht generelle Helmpflicht.

Zugegeben, ja wir waren von Velen, ausgenommen Marc mit dem Fahrrad von Nordvelen, zu spät gekommen - fünf Minuten. Das schöne, es machte nix, die Runde von jetzt 12 Teilnehmern wurde nur kurz unterbrochen. Und mit einem Satz: "War die Grenze nach Velen wieder zu?", war das Eis unter uns Fahrradfahrern gebrochen.

Fünf Minuten nach einem Fahrradunfall können hingegen lebensentscheidend sein. Wobei einem selber als Opfer (passiert mir ja nicht) nur dann "wohl ums Herz" wird, wenn die Fahrradkollegen einen Erste Hilfe Kurs absolviert haben und auch direkt engagiert ans Werk gehen - ohne zu warten. Stabile Seitenlage, wie lange ist das denn her? Wir können es jetzt wieder. Und wenn man das Gefühl hat, ich tue dem Opfer doch bestimmt jetzt weh, oder breche ihm noch etwas. Dann hält man es einfach mit dem Spruch der Sanitäter zum Armbruch durch Erstversorgung:" Das war schon" Im Ernst, keinem zu gönnen, aber hier geht es vielleicht um Leben oder Tod und nicht ob die Blutflecken aus dem Trikot wohl wieder bei 40° Grad rausgehen. Die stabile Seitenlage kann auch gut mit den eigenen Kindern oder mit dem Partner "ins Spiel" eingebaut werden. Machen, üben und sich sicher fühlen. Und den Rachen danach strecken nicht vergessen. Unsere Kollegen aus Weseke haben eine Starbesetzung in Richtung Erstversorgung in ihren Reihen, aber erzählten mit Demut wie es passiert war, dass man nicht bei einem Unfall den Rettungsdienst angerufen hatte. Erstversorgung ja, aber dann Notruf absenden und den Verletzten versorgen. Sollte der Rettungswagen "umsonst" kommen, braucht man sich nicht schämen. "Die Sanitäter haben am nächsten Tag 24 Stunden frei und es ist Ihr Job auch z.B. im Wald das Opfer zu suchen." Zitat. Kein Transport auf Risiko des Opfers. Also Handy ist schon wichtig, bei gleichzeitigem "Quasi-Wissen" wo bin ich eigentlich gerade. (Baumberge/Ort, Rekener Berge am Turm z.B.) Notruf absenden.

Was war noch? Ach ja ein Defibrillator(bereit im Vereinsheim Weseke) wurde uns gezeigt. Vergesst die Szenen aus dem RTL/Sat1 Filmen: "Geht zur Seite, dreh auf 100" Dschsch und das Opfer springt fast vom Tisch. Wenn Ihr in Eurer Firma oder wie auch immer so eine Kiste seht: Anschliessen! Eine freundliche Stimme leitet Euch und alles läuft "wie ein Länderspiel". Grüne Taste und ab gehts, die Maschine "schiesst" nur wenn die Sensoren Handlungsbedarf erkennen. Und nebenbei zeichnet die Maschine die Herztöne auf, was für die Nachversorgung wichtig sein kann. Ok eine Fahrradtasche gibt es noch nicht, aber wer weiß. Vielleicht sollte man zu organisierten Touren soetwas im Fahrzeugwagen haben. Gutes Gefühl. Reanimieren, "Worst Case", was ist bei Atemstillstand zutun. Jetzt gehts um Leben und Tod!!! Wir wurden eingewiesen mit dem Hinweis das das rhytmische Drücken im Brustkorbbereich das Wichtigste ist. Und zwar kontinulierlich. Der Rhytmus "zum Geburtstag viel Glück" ist ein guter Anhaltspunkt hier den Körper mit Restsauerstoff zu versorgen. Die Beatmung ist zweitrangig nach neuesten Studien.

Eigene Hemmungen der Helfer sind hier eher die Gefahr als handwerklich etwas falsch zu machen. Das war auch das Fazit, nichts machen oder 5 Minuten zu spät agieren, verzeiht Ihr Euch nie. Wenn Ihr eine Kollegin oder Kollegen zurückholt ist das auch unvergesslich im Positiven.

Am Schluss wurde noch die Impfung angesprochen, gerade Tetanus ist unerlässlich bei Sport und Aktivitäten draussen auf Strasse und im Wald. Die Sterberate bei Wundstarrkrampf ist wahnsinnig und unnötig hoch. Also schaut mal in den Impfpass. Alle 10 Jahre zur Spritze, das ersetzt auch kein Leistungstest. Jetzt provoziere ich mal etwas. :-)

Und nehmt das Erste Hilfe Päckchen mit, zusammen mit anderen hat man dann genug Zeug dabei um eine gute Erstversorgung hinzubekommen.

Vielen Dank an unsere Kollegen von Weseke, da müssen wir uns mal revangieren. 

Allzeit gute Fahrt und frischt alles mal wieder auf (inkl. Tetanus).

Gruß Ralf

Mittwoch 8.2.12

 

Den ganzen Tag schon habe ich die Nase voll! Und das eigentlich schon seit Wochen! Und jetzt wieder raus und in etwa einer Stunde werde ich wieder das Gefühl in den Zehen zur Fahndung ausschreiben und nur durch den Mund atmen, weil ich, wie gesagt, die Nase voll habe. Trotz der fast schon chronischen Erkältung fahre ich los. Warum mache ich das? Die Frage habe ich mir immer wieder zwischendurch gestellt und vorläufig begnüge ich mich mit der Antwort "wiel ich will". Ein schöner Grund.

 

Auf dem Weg zur Tennishalle überhole ich Jugendliche auf Ihren Motorrollern. Die trauen ihren Augen nicht und feuern mich an. Fühlt sich gut an! Allerdings kennen die die Rennradfahrer vom Biketreff noch nicht... Die Identitätskrise bezüglich der lärmenden Idee von jungendlicher Freiheit ist dann vorprogrammiert.

 

Es geht los und meine Schnappatmung weiter. Die Lunge wird mit kalter Luft durch den Mund geflutet.

Ruhig lassen die Jungs es angehen, ich kann mithalten. Bald gesellt sich Ludger Bruns zu mir und wir kommen über Gott und die Welt und natürlich Bikes ins Gespräch. So ein 29er würde er seiner Fahrradsammlung gerne hinzufügen - ein Luxusproblem.

 

Markus merkt gerade, dass er einen Bunny (beide Räder gleichzeitig in der Luft) springen kann und wünscht sich die entsprechende Protokollierung, was hiermit gerne geschieht. Um aber aus der Masse derer, die auch Bunnies hüpfen können nachhaltig herauszustechen, fährt er kurz ohne Licht. Das beeindruckte mich so sehr, dass es hier erwähnt werden muss. Nach etwa 5 Sekunden kommentierenden Staunens wenden sich Ludger und ich wieder meinem Freilauf zu, der offensichtlich nicht zufriedenstellend arbeitet und deswegen bei Rose reklamiert wird.

 

Alles wie geplant, kurzer Check:

Schnappatmung: läuft

Hals: kalt

Zehen: weg, Fahndung ist raus

Freilauf/Kette: nervt

Allgemeinzustand: mittlerweile wird es dann doch anstrengend

 

Thomas und ich sind an unserem Limit und das merken die anderen auch. Ludger beschreibt die Fahrweise der trainierten Mitstreiter wie folgt: "Ab einem bestimmten Punkt setzt bei denen das Heimweh ein und dann fahren die eben nicht mehr gemäßigt. Das macht aber nichts, die haben jetzt eine Ansage bekommen."

Danke Männer.

Und: So ein Mist, ich dachte die hätten sich die ganze Zeit nicht zurückgehalten und ich könnte mir etwas auf mein Mithalten einbilden....

 

Fazit des Tages: Auch erkältet kann man fahren, mein Bike gefällt mir und der Freilauf muss repariert werden.

 

Der nächste Morgen: Halsschmerzen, Nase komplett zu, Apotheke. - Freue mich schon auf Samstag

Samstag 4.2.12

Heute das erste Mal mit Klickpedalen im Gelände und Wolle nimmt uns richtig ran. Es wird keine Abfahrt, kein Trail, kein Anstieg und keine Treppe rund um den Lünsberg/Fliegerberg ausgelassen. Von Martin werde ich gelobt und das tut richtig gut! Danke.

Die Füße sind wieder sehr kalt und bleiben es bis zum Schluss.

Mit den Cleats ist das nicht ganz so einfach, weil ich mir immer erstmal die Kombipedale zurechtfummeln muss, bevor ich mich einklicken kann.

Die Abfahrten sind wirklich tricky! Ein wenig Angst habe ich an der einen oder anderen Stelle, weil mir noch das Körper/Bike-Gefühl fehlt. Wolfgang ruft immer wieder "Hintern nach hinten, Hintern nach hinten!" und hat vollkommen recht damit. Angeblich kann ich soweit nach hinten, dass der Bauch auf dem Sattel liegt. OK, leichter gesagt als getan, denn ich bin mir noch nicht sicher, ab wann das Hinterrad in den Privatbereich vordringt ... Finde ich raus.

Eine echt schwierige Abfahrt meister ich langsam aber technisch ok. Etwas Adrenalin fließt, so muss dass sein!

Unten angekommen: Entspannung, Konzentrationsschwund für eine Sekunde und eine ganz leichte Unebenheit im Boden lässt das Vorderrad zur Seite gleiten. Da liegt er wieder, der Neuzugang.

Fazit des Tages: Genau mein Ding! Wolle macht einen hervorragenden Job, Kombipedalen nerven im Gelände, ich muss noch sehr viel lernen.

Sonstiges: Ich habe nun endlich eine Lampe aus HongKong bestellt, beidseitige Klickis gekauft und nach dem Hinweis eines Kameraden Alufolie in meine Schuhe getan. Zum Glück hat das keiner gesehen, ich glaube meine Familie hätte mich für komplett durchgeknallt gehalten.

Schlechte Neuigkeiten: Ich habe ziemlich unvorhergesehen einen neuen Job bekommen und werde extrem viel unterwegs sein. Das bedeutet, dass ich Mittwochs kaum noch mitfahren kann und Samstags definitiv der Familie Priorität einräumen werde. Es könnte sein, dass ich mich dann nur noch sehr selten blicken lasse. Für mich ist das richtig scheiße. Denn ich fühle mich mit dem Sport und Euch vom Biketreff wirklich wohl und hatte die Absicht, das ernsthaft und langfristig durchzuziehen. Erst die Zukunft wird zeigen, inwiefern MTB-Fahren weiterhin gelebt werden kann. Zum Winterfest komme ich und auch zum Technik-Training, denn meine Lust ist ungebrochen.

Saukalt! Zum ersten Mal vermumme ich mich ähnlich der Kollegen. Ein Helmunterzug aus alten Zeiten erfüllt pflichtbewusst seinen Dienst. Sieben Männer haben sich heute eingefunden, um der Eiseskälte zu trotzen. Es geht gleich los und es bleibt auch eine zügige Fahrt. Den Großteil der Strecke habe ich nicht die leiseste Ahnung wo ich bin. Ach ja, das sieht hier aus wie Marbeck – das wars dann auch. Wir frieren um die Wette. Hände und Füße schmerzen aufgrund der gefühlten -20°C. Unsere Getränke sind nach gut 30min gefroren. Mal wieder habe ich nicht vorgedacht, denn zwischendurch kaufte ich mir MTB Schuhe mit Cleats. Es sind Sommerschuhe aus dem Ausverkauf und entsprechend nicht isoliert. Überschuhe waren mir zu teuer – selber schuld – aber jetzt auch im erlauchten Kreis derer, die diesen merkwürdigen Gang haben, wenn sie vom Rad steigen und deren Schuhe so klingen, als wären es kaputte Steppschuhe ohne Stepper darin.

 

Schon wieder habe ich Glück und nach einer guten Stunde sind alle Gliedmaßen bis in die Spitzen wohl temperiert. Anderen geht es anders. In einem Waldstück hat ein Kamerad eine Panne und Bernhard ist sofort hilfreich zur Stelle. Die Galionsfigur und wackere Windschattenspender L.B. steht daneben und mahnt zur Eile – er friere ja so. L,’s „Attacke“ ertönt und markiert akustisch die weiterfahrt.

Immer wieder muss ich mich daran erinnern, dass ich ja nun nicht nur treten, sondern auch ziehen kann. Tolle Sache diese „Cleats“ bzw. „Klick“-Pedalen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten die beiden Wörter nicht zu vermischen und damit ein Wort zu bilden, was absolut nichts mit Fahrrädern zu tun hat…. (Freud?)

Dirk geht es gegenteilig. Er muss sich daran erinnern, dass er nicht ziehen kann heute – ich stelle mir vor, wie das aussieht, wenn man das vergisst…

Endlich wieder an der Tennishalle: 45 km durch die Kälte – Kerle.

 

Fazit des Tages: Kälte macht Kerle und solche die es werden wollen. Hilfsbereitschaft ist der beste Begleiter bei einer Panne.

 

Zitate

Warum ich keinen Marathon laufe?

Die drei Übernachtungen zwischendurch sind mir zu teuer!

JuKaVe Büttabend 2014

 

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